Politik

Nationales Gesundheitsportal soll online gehen

  • Montag, 31. August 2020
/Davizro Photography, stock.adobe.com
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Berlin – Das seit langem geplante staatliche Internetportal für Gesundheitsinformationen soll morgen freigeschaltet werden. Im Zusammenhang mit der Gründung der „Allianz für Gesund­­heitskompetenz“ im Jahr 2017 hatte der damalige Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Gröhe (CDU) die Einrich­tung des Portals angekündigt.

„Das Angebot geht in einem ersten Schritt mit Informationen zu den häufigsten 200 Krank­heitsbildern am 1. September online und wird um Informationen zur Pflege, Patien­tenrechten oder gesundem Leben ständig ausgebaut“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten heute.

Das nationale Gesundheitsportal solle eine zentrale Anlaufstelle für die Suche nach Ge­sundheitsinfos werden und sie etwa mit Bildern, Grafiken und Erklärvideos verständlich darstellen. Union und SPD hatten den Aufbau eines nationalen Gesundheitsportals im Koalitionsvertrag vereinbart.

Für den Minister ist das Portal www.gesund.bund.de, das auch auf das Coronavirus SARS-CoV-2 eingeht, „ein zentraler Baustein, um Falschinformationen und Verschwörungstheo­rien entgegenzutreten“. Es gebe aber auch jenseits von Corona „die wildesten Theorien zu bestimmten Medikamenten, Impfungen oder heilkundlichen Verfahren, die durchs Inter­net geistern“, erklärte Spahn.

„Dem setzen wir ein wissenschaftlich abgesichertes, seriöses Angebot entgegen. Wer Ge­sundheit googelt, soll künftig zuerst bei uns landen.“ Das Bundesgesundheits­ministerium (BMG) ist Träger des Portals, für das es Spahn zufolge eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, Krebsforschungszentren und dem Robert Koch-Institut (RKI) gegeben hat.

dpa

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