Neue Empfehlungen für Niedersachsens Krankenhausplanung

Hannover – Eine Enquete-Komission des niedersächsischen Landtags hat sich auf Empfehlungen zur Krankenhausplanung des Bundeslandes geeinigt. Das teilten SPD- und CDU-Fraktionsvertreter der überparteilichen Beratungskommission heute mit.
Neben einer Neuausrichtung der Krankenhausfinanzierung empfehlen die Kommissionsmitglieder Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation und eine Neustrukturierung der Krankenhausplanung. Regionale Gesundheitszentren sollen demnach statt kleiner unrentabler Krankenhäuser die Versorgung flächendeckend erhalten, hieß es.
Planungskriterien wie die Erreichbarkeit, Trägervielfalt und die demografische Entwicklung sollen durch „vorausschauende Kriterien wie eine Bedarfsprognose, die medizintechnische Entwicklung sowie länderübergreifende Patientenströme ergänzt werden“, sagte Uwe Schwarz, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
In den regionalen Zentren würden Fachärzte verschiedener Fachrichtungen sowohl ambulante als auch Teile stationärer Versorgung kombinieren, hieß es in der Mitteilung. Dabei orientiere man sich an den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die eine Spezialisierung immer größerer Kliniken mit sich bringen werde, erklärte die Arbeitsgruppe.
Mit breiter Mehrheit hätte sich die Kommission zudem auf die Einrichtung eines Digitalfonds für Krankenhäuser verständigt, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU Niedersachsen, Volker Meyer.
Der Abschlussbericht mit Empfehlungen der Kommission soll zur Jahresmitte veröffentlicht und der Landesregierung vorgelegt werden. Seit Anfang 2019 berät die Enquete (von französisch enquête „Untersuchung“) über eine zukunftsorientierte Planung der Gesundheitsversorgung.
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