Politik

Neue Empfehlungen für Niedersachsens Krankenhausplanung

  • Montag, 3. Februar 2020
/tomhanisch, stock.adobe.com
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Hannover – Eine Enquete-Komission des niedersächsischen Landtags hat sich auf Em­pfeh­lungen zur Krankenhausplanung des Bundeslandes geeinigt. Das teilten SPD- und CDU-Fraktionsvertreter der überparteilichen Beratungskommission heute mit.

Neben einer Neuausrichtung der Krankenhausfinanzierung empfehlen die Kommissions­mitglieder Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation und eine Neustrukturie­rung der Krankenhausplanung. Regionale Gesundheitszentren sollen demnach statt klei­ner un­rentabler Krankenhäuser die Versorgung flächendeckend erhalten, hieß es.

Planungskriterien wie die Erreichbarkeit, Trägervielfalt und die demografische Entwick­lung sollen durch „vorausschauende Kriterien wie eine Bedarfsprognose, die medizin­technische Entwicklung sowie länderübergreifende Patientenströme ergänzt werden“, sagte Uwe Schwarz, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

In den regionalen Zentren würden Fachärzte verschiedener Fachrichtungen sowohl am­bulante als auch Teile stationärer Versorgung kombinieren, hieß es in der Mitteilung. Da­bei orientiere man sich an den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die eine Spezialisierung immer größerer Kliniken mit sich bringen werde, erklärte die Ar­beits­gruppe.

Mit breiter Mehrheit hätte sich die Kommission zudem auf die Einrichtung eines Digital­fonds für Krankenhäuser verständigt, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU Nie­dersachsen, Volker Meyer.

Der Abschlussbericht mit Empfehlungen der Kommission soll zur Jahresmitte veröffent­licht und der Landesregierung vorgelegt werden. Seit Anfang 2019 berät die Enquete (von französisch enquête „Untersuchung“) über eine zukunftsorientierte Planung der Gesundheitsversorgung.

jff

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