Neue Förderungen für Niederlassungen in Bayern

München – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns legt neue Förderprogramme zur Niederlassung auf. Sie sollen die ambulante Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen verbessern und stabilisieren. Grundlage der neuen Förderungen sind aktuelle Beschlüsse des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, der zweimal im Jahr die Versorgungslage in Bayern bewertet.
Für den hausärztlichen Planungsbereich Oettingen erhöht die KV wegen einer Unterversorgung die Fördersummen für Niederlassungen und Praxisübernahmen auf 120.000 Euro. Zusätzlich wird bei Neuniederlassungen in unterversorgten Planungsbereichen eine Praxisaufbauförderung gewährt: Die KV stockt in den ersten zwei Jahren das Honorar auf bis zu 85 Prozent des durchschnittlichen Honorarumsatzes der Fachgruppe auf.
In Ansbach-Nord gilt ebenfalls eine Förderung bis zu 120.000 Euro für Niederlassungen und Praxisübernahmen. Hausärzte können auch zunächst in einer KV Eigeneinrichtung angestellt arbeiten, um die Praxis nach zwei Jahren zu übernehmen.
Im hausärztlicher Planungsbereich Dinkelsbühl fördert die KV neue Niederlassungen und Praxisübernahmen nun mit 72.000 Euro. Für die HNO Versorgung in der Kreisregion Memmingen/Unterallgäu stellt die KV künftig 72.000 Euro für Niederlassungen bereit.
Kinder- und jugendpsychiatrische Niederlassungen in Oberfranken Ost und Ingolstadt werden mit 72.000 Euro und in Westmittelfranken auf Grund der bestehenden Unterversorgung mit bis zu 120.000 Euro gefördert. Ergänzend stehen in allen Regionen weitere Förderinstrumente zur Verfügung – etwa für Zweigpraxen, Anstellungen oder Praxisfortführungen über das 63. Lebensjahr hinaus.
„Mit geeigneten Fördermaßnahmen gelingt es immer wieder, die ambulante Versorgung in zahlreichen Regionen Bayerns zu stabilisieren. Aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage der Praxen auch in Bayern immer schwieriger wird“, hieß es aus dem Vorstand der KV – das sind Christian Pfeiffer, Peter Heinz und Claudia Ritter Rupp.
Die gesetzgeberischen Vorhaben aus Berlin mit immer neuen Sparvorschlägen sorgten für erhebliche Verunsicherung bei unseren Mitgliedern. Diese Politik ist für Neuniederlassungen ein Hemmschuh.
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