Neue Verhütungsmittel sollen auch Männer in den Blick nehmen

Berlin – Neue Verhütungsmittel sollen sich nach dem Willen von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) auch an Männer richten. Dazu und zu gesundheitsschonenderen Methoden fördert ihr Haus vier Anfang Februar gestartete Forschungsverbünde mit rund zwölf Millionen Euro.
„Wir brauchen neue und moderne Verhütungsmittel, die sicher sind, wenig Nebenwirkungen haben und alle Geschlechter in den Blick nehmen sowie unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen“, sagte Bär.
Die Forschungsverbünde werden in Frankfurt, Münster, Aachen und Heidelberg koordiniert. Ein Ansatzpunkt ist etwa, herauszufinden, wie sich der Spermientransport beim Mann einschränken lassen könnte. Auch sollen Wirkstoffe für eine nicht-hormonelle Verhütung bestimmt werden.
Ein Verbund untersucht zudem Zyklus-Apps und Messsysteme. Erforscht werden soll zudem, wie sich das fruchtbare Fenster im Zyklus der Frau genauer und einfacher bestimmen lässt. Ziel seien nebenwirkungsfreie und leicht anwendbare digitale Methoden für die Familienplanung, heißt es.
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