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Neuer Aktionsplan für mehr Impfungen in Baden-Württemberg

  • Dienstag, 15. September 2026
Oliver Hildenbrand (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister in Baden-Württemberg /picture-alliance-Bernd-Weißbrod
Oliver Hildenbrand (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister in Baden-Württemberg /picture-alliance-Bernd-Weißbrod
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Stuttgart – Einen neuen Aktionsplan „Impfen in Baden-Württemberg stärken“ hat das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit des Landes gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen vorgestellt. Auch die Landesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung beteiligen sich daran.

„Impfen ist eine der einfachsten und wirksamsten Möglichkeiten, sich selbst und andere zu schützen. Jede Impfung zählt. Mit unserem neuen Aktionsplan wollen wir Impfangebote verbessern, Information und Aufklärung ausweiten und den Impfschutz stärken“, sagte der Gesundheitsminister des Landes, Oliver Hildenbrand (Grüne), heute in Stuttgart.

Der Aktionsplan benennt Maßnahmen in fünf zentralen Handlungsfeldern. Erstens geht es um verständliche, faktenbasierte Informationen für die Bevölkerung sowie mehr Fortbildungen für Fachpersonal. Zweitens sollen Impfungen durch niederschwellige und leicht erreichbare Angebote einfacher zugänglich werden.

Außerdem sollen digitale Möglichkeiten dazu beitragen, Impflücken besser zu erkennen und Menschen an anstehende Impfungen zu erinnern. Viertens wollen die Akteure geeignete Vergütungs- und Anreizmodelle prüfen und weiterentwickeln und – fünftens – die Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteure verbessern.

„Unser Ziel ist klar: weniger Impflücken, höhere Impfquoten und mehr Schutz für die Menschen in Baden-Württemberg“, sagte Hildenbrand. 

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt laut dem Ministerium beispielsweise die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV): 2024 waren nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) nur 42 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 26 Prozent der 15‑jährigen Jungen in Baden-Württemberg vollständig gegen HPV geimpft. Bundesweit lagen die Quoten bei 55 beziehungsweise 36 Prozent. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. 

hil

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