Neuer Landesbeirat Onkologie in Mecklenburg-Vorpommern gegründet

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern wird künftig ein Landesbeirat Onkologie die Politik zur Versorgung von Krebskrankheiten sowie Forschung und Prävention beraten. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Alle Beteiligten der Krebsforschung, der Krebsbehandlung, der Patientenvertreter und der Kostenträger sollen in dem Beirat zusammenarbeiten.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) wird dem Beirat vorsitzen. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) gehört dem Gremium ebenfalls an. „Die Erforschung von Krebserkrankungen und der Kampf gegen den Krebs ist und bleibt eine der großen Herausforderungen medizinischer Forschung. Die Landesregierung hat hier einen seiner Schwerpunkte gelegt“, sagte Martin in Schwerin.
Im Beirat gehe es darum, alle Beteiligten miteinander zu vernetzen, die bestehenden Strukturen noch besser zu nutzen und die Ergebnisse der Forschung durch die beratende Funktion des Beirates direkt in politisches Handeln miteinzubeziehen.
Ein wichtiges Ziel sei zum Beispiel, die Versorgung von Krebspatienten im ländlichen Raum zu sichern. „Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, den Zugang zu modernen Versorgungsangeboten und Innovationen für alle Betroffenen zu stärken“, so Martin.
In dem Beirat werden Beschäftigte des Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommen (CCC-MV) an den Standorten Greifswald und Rostock sowie der onkologischen Zentren des Klinikums Südstadt Rostock und des Klinikums Neubrandenburg vertreten sein.
Außerdem arbeiten Vertreter der onkologischen Pflege sowie aus unterstützenden Bereichen wie der Psychoonkologie und Kinderpalliativmedizin in Beirat mit. Zudem sind Patientenvertretungen und Kranken- und Rentenversicherungen beteiligt.
„Der neue Landesbeirat wird wichtige Impulse liefern, um Versorgung, Forschung und Innovation noch stärker an den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten auszurichten“, sagte Jörg Haier, Direktor des CCC-MV Campus Rostock an der Universitätsmedizin Rostock.
„Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Fortschritte möglichst schnell und flächendeckend in die Versorgung zu übertragen“, betonte er. Der Landesbeirat tagt erstmals am kommenden Dienstag.
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