Neues Forschungskolleg in Halle zur Verarbeitung großer Datenmengen

Halle – An der Universitätsmedizin Halle (UMH) startet ein neues Forschungskolleg für Ärzte, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben und dabei mit besonders großen Datenmengen arbeiten möchten.
Ziel des „Cartesian“ genannten Programms ist, klinische Expertise und datengetriebene Forschung enger miteinander zu verzahnen. Im Mittelpunkt sollen dabei stehen Krebs- und altersassoziierte Erkrankungen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) fördert das Programm mit 1,3 Millionen Euro.
„Cartesian qualifiziert junge Ärztinnen und Ärzte dafür, ihre klinische Tätigkeit mit modernster Forschung zu verbinden. Anhand eigener Fragestellungen lernen sie, Muster zu erkennen, Vorhersagen zu treffen und effizient neue Erkenntnisse für bessere Therapien zu gewinnen“, sagte Michael Heuser, Sprecher des Forschungskollegs und Direktor der Klinik für Innere Medizin IV.
Er leitet das Programm gemeinsam mit Eva Kantelhardt, Leiterin der Arbeitsgruppe Global & Planetary Health, Jan Christoph, Experte für biomedizinische Datenwissenschaft, und Simone Hettmer, Direktorin der Klinik für Pädiatrie I.
Die Teilnehmenden des Kollegs wechseln innerhalb von drei Jahren alle sechs Monate zwischen klinischer Tätigkeit und Forschungszeit. Dabei erhalten sie eine strukturierte Betreuung durch ein interdisziplinäres Team aus Projektleitung, IT-Expertinnen beziehungsweise -experten und externen Kooperationspartnern.
Das Programm fördert außerdem die internationale Vernetzung durch einen externen Forschungsaufenthalt und vermittelt in Kursen zusätzliche Kompetenzen in „Data Science“, Statistik und Soft Skills.
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