Neues Forschungsprojekt zur KI-gestützten Interpretation von Gewebeproben

Heidelberg/Mannheim – Die Technische Hochschule (TH) Mannheim und die Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg werden in einem Forschungsprojekt namens „AI4Spatial Data“ neue auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Methoden zur Visualisierung und Interpretation von Gewebeproben entwickeln. Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt die Forschung mit 1,44 Millionen Euro.
Die Forschenden wollen die Zusammenhänge bei entzündlichen Nerven- und Muskelerkrankungen in Gewebeproben von Patientinnen und Patienten auf molekularer Ebene besser verstehen, sie bildlich darstellen und die Diagnostik sowie die Therapiewahl zielgenauer und schneller machen.
„Gewebeproben können heute mit neuartigen Technologien untersucht werden, zum Beispiel mit räumlichen Genanalysen und Stoffwechselmessungen sowie mittels 3D-Mikroskopie. Jede Methode liefert andere Informationen, aber bisher fehlen KI-Werkzeuge, um all diese Daten sinnvoll zu verbinden“, erläuterte der Koordinator des Projekts, Carsten Hopf, Prorektor für Forschung und Transfer an der TH Mannheim und Leiter des Forschungs- und Transferzentrums CeMOS.
„Besonders wichtig ist dabei, wo genau im Gewebe welche Moleküle zu finden sind, da ihre räumliche Verteilung Aufschluss über Krankheitsprozesse geben kann“, ergänzte Denis Schapiro, Leiter des Instituts für computergestützte Biomedizin der Medizinischen Fakultät Heidelberg und des Universitätsklinikums Heidelberg.
An dem Forschungsvorhaben arbeiten mehrere Arbeitsgruppen der beiden Hochschulen interdisziplinär zusammen. Seitens der TH Mannheim sind Forschende der Gruppen „Computergestützte Massenspektrometrie und Bioanalytik“ sowie „3D-Cell Models and Imaging, Biosensorik“ des Forschungs- und Transferzentrums CeMOS beteiligt.
Seitens der Universität Heidelberg ist neben der computergestützten Biomedizin in Heidelberg die Sektion Neuroimmunologie des Mannheimer Zentrums für Translationale Neurowissenschaften und der neurologischen Klinik involviert und für den Transfer in die Klinik zuständig.
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