Neues Forschungsnetzwerk für KI in der Krebsforschung und -versorgung

Düsseldorf – Ein neuer Forschungscluster „Artificial Intelligence for Cancer Cure NRW“ (AI4CancerCure.NRW) soll Nordrhein-Westfalen (NRW) zu einem international führenden Standort für auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Krebsforschung und personalisierte Onkologie machen.
Der Ministerpräsident des Landes Hendrik Wüst und NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes (beide CDU) überreichten in Düsseldorf kürzlich die Förderzusagen. Es stehen 200 Millionen Euro aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur zur Verfügung.
„Mit AI4CancerCure.NRW schaffen wir einen sicheren Datenraum und verzahnen mit dem Einsatz von KI systematisch die Bereiche Krebsbiologie, datengetriebenes Wirkstoffdesign, Diagnostik mit Hilfe von Bildern und Daten sowie die schnelle Entwicklung von Medizinprodukten“, erläuterte Brandes.
Das neue Konsortium bündelt die Expertisen der Universitätsklinika Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster sowie der Technischen Universität Dortmund. Damit verbunden ist ein gezielter struktureller Aus- und Aufbau für den Einsatz von KI in der Onkologie für eine KI-basierte Arzneimittelentwicklung und Krebsfrüherkennung an allen Standorten.
Das Konsortium koordiniert Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln sowie des Centrums für Integrierte Onkologie Köln. Der Standort Köln erhält im Rahmen von AI4CancerCure.NRW wie auch der Standort Essen 32,5 Millionen Euro. Weitere je 25 Millionen Euro gehen nach Aachen, Bonn, Dortmund, Düsseldorf und Münster.
Das Konsortium will eine durchgängige KI-gestützte Wertschöpfungskette aufbauen: von der Identifikation neuer biologischer Zielstrukturen und der datengetriebenen Wirkstoffentwicklung über personalisierte Risikoprädiktion, Prävention und Früherkennung bis hin zur klinischen Validierung, Implementierung und ethisch-rechtlichen Begleitung.
„Gerade in Zeiten angespannter Finanzmittel ist diese Förderung ein starkes Bekenntnis zur Leistungsfähigkeit unseres Essener Standorts. Sie ermöglicht unseren Forschenden, an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Krebsforschung wichtige Beiträge im Kampf gegen Krebs zu leisten“, sagte Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.
Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen
Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.
Jetzt bei Google bevorzugenDiskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: