Hochschulen

Neues Studiennetzwerk zur Schlaganfallforschung im Netzwerk Universitätsmedizin

  • Mittwoch, 20. Mai 2026
/Lars Neumann, stock.adobe.com
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Hamburg – Ein neues „Fachnetzwerk Schlaganfall“ im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) baut eine deutschlandweite Forschungsinfrastruktur zur Schlaganfallversorgung auf.

Das Netzwerk wird von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin geleitet und koordiniert. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Fachnetzwerk über vier Jahre mit zusammen rund 4,6 Millionen Euro.

„Das Netzwerk ist eine einmalige Chance für die Schlaganfallforschung in Deutschland – eine vergleichbare, öffentlich geförderte Struktur gab es bislang nicht“, erläutert der Netzwerksprecher Götz Thomalla, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie sowie Prodekan für Klinische Forschung und Translation in der Medizinischen Fakultät des UKE.

Neue Therapien seien in Entwicklung, und man brauche leistungsfähige Studienstrukturen, um diese schneller in die klinische Praxis zu überführen. „Mit dem Netzwerk wollen wir Forschung und Versorgung enger verzahnen und Innovationen gezielt voranbringen“, ergänzte die Netzwerksprecherin Karen Gertz aus der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie, Campus Charité Mitte. 

Ein zentraler Bestandteil des Fachnetzwerks ist die Kohortenstudie „Stroke-Core“, deren Start für Juni 2026 geplant ist. Über diese Studie sollen Patienten – auch Kinder – an den NUM-Standorten rekrutiert und über alle Versorgungsphasen hinweg begleitet werden.

Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für künftige interventionelle Studien, etwa zur Identifikation relevanter Forschungsfragen, zur Abschätzung von Fallzahlen und zur Bewertung der praktischen Umsetzbarkeit neuer Therapieansätze. Alle Schlaganfallzentren in Deutschland können sich durch den Einschluss von Patientinnen und Patienten an Studien im Netzwerk beteiligen.

hil

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