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Neues Telemedizinprojekt soll Versorgung schwerkranker Kinder in Niedersachsen und Bremen stärken

  • Dienstag, 22. September 2026
/SOMKID, stock.adobe.com
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Hannover – Mit dem Ziel, die Versorgung schwerkranker Kinder in Zeiten des Fachkräftemangels zu stärken, ist in Niedersachsen und Bremen das telemedizinische Projekt „TelePIN“ an den Start gegangen.

Dabei handelt es sich um ein von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entwickeltes integrales digitales Versorgungssystem mit einem umfassenden audiovisuellen Anteil und einem digitalen Patienten-Daten-Management-System (PDMS). Dieses System soll einen Austausch von Patientendaten und einen direkten Kontakt in der Therapie zwischen den teilnehmenden Kinderkliniken ermöglichen.

Auf diese Weise können sich insbesondere kleine Krankenhäuser niedrigschwellig mit der Expertise größerer Stationen zusammenschließen und eine gemeinsame Visite vornehmen. Insgesamt 15 niedersächsische Kinderkliniken sollen nach den Plänen der Landesregierung aus den Mitteln des Strukturfonds II in Höhe von rund sechs Millionen Euro gefördert werden – diese Mittel werden jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen.

„Insbesondere in Anbetracht der anstehenden Krankenhausreform wird dieses Projekt die Effektivität der zukünftigen Kliniklandschaft wesentlich erhöhen“, sagte Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD).

„Von den insgesamt 29 Kinderkliniken in Niedersachsen haben aktuell nur vier eine spezielle Station für pädiatrische Intensivmedizin. Und in diesen Häusern kann nur die Hälfte aller Kinderintensivbetten betrieben werden, weil es landesweit an Pflegefachpersonal, Ärztinnen und Ärzten fehlt“, erklärte Michael Sasse, Oberarzt der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin und Leiter von TelePIN. Diese Lücken könne man mit dem Projekt wenigstens teilweise schließen.

EB/aha

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