Ärzteschaft

Onkologischer Versorgungsatlas für Rheinland-Pfalz erschienen

  • Donnerstag, 18. Juli 2024
Patienten mit aggressiven Hirntumoren könnten künftig von einer verbesserten Strahlentherapie profitieren. Grundlage hierfür ist eine kombinierte PET-MRT-Bildgebung. /André Wirsing, NCT, UCC
/André Wirsing, NCT, UCC

Mainz – Ein neuer „Onkologischer Versorgungsatlas“ für Rheinland-Pfalz stellt die Versorgungsstrukturen für die fünf häufigsten Krebserkrankungen im Land vor, das sind Brust-, Darm-, Harnblasen-, Lungen- und Prostata­krebs. Herausgeber ist das Institut für digitale Gesundheitsdaten (IDG).

„Der Onkologische Versorgungsatlas ist ein hilfreiches neues Werkzeug, um datengestützte Entscheidungen zu treffen, Versorgungsangebote zu visualisieren und die onkologische Versorgungslage mit diesen Erkennt­nissen zu verbessern“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) bei der Vorstellung des Atlas.

Danach lebten im Jahr 2021 80.372 Menschen in Rheinland-Pfalz mit einer Krebsdiagnose, die innerhalb der letzten fünf Jahre gestellt wurde (ohne Erkrankungsfälle von nicht-melanotischem Hautkrebs). Anteilig an der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung im Erwachsenenalter entspricht dies einem Anteil von 2,4 Prozent.

Über einen Fünf-Jahres-Zeitraum betrachtet erkranken pro Jahr durchschnittlich 25.632 Menschen mit einem Wohnsitz in Rheinland-Pfalz neu an Krebs: 13.762 Männer und 11.870 Frauen. Männer erkranken im Durchschnitt im Alter von 69 Jahren, Frauen mit 68 Jahren.

„Unter Berücksichtigung der Altersstruktur in Rheinland-Pfalz ist mit einem Anstieg der absoluten Anzahl an Neuerkrankungen in den nächsten Jahren zu rechnen“, heißt es in dem Atlas.

Der Atlas macht auch regionale Unterschiede bei der Versorgung sichtbar: In Analysen und Visualisierungen wird zum Beispiel deutlich, welche Entfernung Betroffene aus unterschiedlichen Regionen für ihre Behand­lung zurücklegen und wie hoch der Anteil der Betroffenen ist, die sich in einem von der Deutschen Krebsge­sellschaft (DKG) zertifizierten Zentrum behandeln lassen.

„Eine wesentliche Erkenntnis dabei ist, dass der Anteil an Patientinnen und Patienten, die sich in einem DKG-zertifizierten Zentrum behandeln lassen, sinkt, wenn die Entfernung zu einem Zentrum steigt“, hieß es aus dem Institut für digitale Gesundheitsdaten.

hil

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