Perinatalzentren: Orientierungshilfe für Ärzte und Eltern

Berlin/Göttingen – Im neuen Portal www.perinatalzentren.org können einweisende Ärzte und werdende Eltern die Ergebnisdaten von Krankenhäusern einsehen, die für die Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht zugelassen sind. Das berichten der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Göttinger AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH.
„Die Freischaltung dieser zentralen Website ist ein erheblicher Fortschritt in Richtung Transparenz. Werdende Eltern, die sich auf eine Frühgeburt vorbereiten müssen, erhalten hier wertvolle Hilfestellungen bei der Auswahl des für ihre Situation passenden Krankenhauses“, sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses Qualitätssicherung.
Das Internetportal bietet Nutzern die Möglichkeit, Krankenhäuser nach Kriterien zu sortieren. Dazu zählen unter anderem das Überleben ohne schwere Erkrankungen, aber auch organisatorische Bedingungen wie Region und Entfernung.
„Indem Krankenhäuser ihre Daten freiwillig und zentral im Internet veröffentlichen, zeigen sie, dass sie in diesem besonders sensiblen Versorgungsbereich ein hohes Maß an Transparenz an den Tag legen und gewillt sind, fortlaufend an ihrer Behandlungsqualität zu arbeiten und diese zu optimieren“, sagte Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts.
Datengrundlage der Seite, die das AQUA-Institut im Auftrag des G-BA erstellt hat, sind in der Startphase die zunächst freiwilligen Angaben zur Behandlungsqualität von 93 Krankenhäusern für die Erfassungsjahre 2008 bis 2012. Die Veröffentlichung der Daten von Perinatalzentren auf einer eigenen Internetplattform hatte der G-BA im Juli 2013 beschlossen. In einem nächsten Schritt sollen alle Kliniken, die Früh- und Neugeborene versorgen, verpflichtet werden, ihre Daten und Ergebnisse auf www.perinatalzentren.org zu veröffentlichen.
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