Pflegeausgaben steigen auf Rekordhoch
Hamburg – Infolge der Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung sind die Ausgaben für Pflegeleistungen auf ein Rekordhoch gestiegen. Im ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich die Ausgaben der Sozialkassen auf 17 Milliarden Euro, wie der Spiegel unter Berufung auf Daten des Bundesgesundheitsministeriums berichtete. Das entspricht einem Plus von mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Ausweitung der Leistungen war erklärtes Ziel der Pflegereform, deren letzte Stufe zu Jahresbeginn in Kraft trat. Demenzkranke haben seither Anspruch auf alle Leistungen der Pflegeversicherung, außerdem setzen viele Hilfen früher an als zuvor. Im Gegenzug wurde der Beitragssatz angehoben. Die Zahl der Menschen, die Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung haben, stieg zur Jahreswende demnach um 400.000 auf insgesamt 3,3 Millionen.
Auch die Rheinische Post hatte am Donnerstag berichtet, dass die Zahl der Menschen, die erstmals Geld oder Sachleistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, seit Jahresbeginn sprunghaft gestiegen sei. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen sprach demnach von Januar bis Juli 432.000 Versicherten erstmals einen der fünf neuen Pflegegrade zu.
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