Pflegekräftemangel in Nordrhein-Westfalen wird größer

Düsseldorf – Der Pflegekräftemangel hat in Nordrhein-Westfalen (NRW) offenbar deutlich zugenommen: 2018 hätten in NRW rund 10.000 pflegerische Vollzeitkräfte im Gesundheitswesen gefehlt, heißt es in einem Bericht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an den Gesundheitsausschuss des Landtags.
Die Lücke sei damit um 7.700 Vollzeitkräfte größer geworden – im Vergleich zur Analyse von 2015, der zufolge 2.300 Vollzeitkräfte gefehlt hatten. Im Einzelnen würden in der Gesundheits- und Krankenpflege aktuell 5.160 Pflege-Vollzeitkräfte mehr benötigt, in der Kinderkrankenpflege 665 und in der Altenpflege 4.268 Vollzeitkräfte.
„Als langfristige Einschätzung ist festzustellen, dass der Mangel an Fachkräften im Gesundheitssystem die Politik für die kommenden Jahre begleiten wird“, betonte der Minister in dem Bericht für die morgige Ausschusssitzung. Die Ausbildungszahlen in der Altenpflege seien zuletzt stark gestiegen, auch in der Kranken- und Kinderkrankenpflege müsse viel mehr ausgebildet werden.
Dem Pflegekräftemangel in den Krankenhäusern soll eine seit Jahresanfang neu geltende Personalmindestvorgabe des Bundesgesundheitsministeriums entgegenwirken. Ob die bundesweit verpflichtende Pflegepersonaluntergrenze – sie gilt für Intensivstationen sowie in den Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie, Unfallchirurgie – in NRW eingehalten werden konnte, sei fürs erste Quartal 2019 noch nicht bekannt. 1.249 Klinikstationen in NRW seien als solche „pflegesensitiven“ Bereiche ausgewiesen.
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