Politik

Pharmaindustrie bekommt Rückendeckung aus Deutschland und Frankreich

  • Dienstag, 19. Mai 2026
/Bogdan, stock.adobe.com
/Bogdan, stock.adobe.com

Genf – Eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der pharmazeutischen Industrie in Europa haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und ihre französischen Amtskollegin Stéphanie Rist unterzeichnet.

Ziel der am Rande der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in Genf (17. und 18. Mai) vereinbarten Erklärung ist die Stärkung des Standortes Deutschland sowie die langfristige Sicherung des Zugangs einer hochwertigen und innovativen Patientenversorgung.

Zur Konkretisierung soll eine deutsch-französische ministeriale Arbeitsgruppe für den kontinuierlichen bilateralen Austausch eingerichtet werden, wie es hieß. „Mit der gemeinsamen Erklärung vertiefen wir die gemeinsamen bilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland für einen relevanten Versorgungs- und Wirtschaftsbereich“, betonte Warken.

Europa müsse seine Rolle als Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln stärken. Gemeinsam wolle man die Rahmenbedingungen für eine resiliente und zukunftsfähige Arzneimittellandschaft verbessern.

Konkrete Ziele der Erklärung sind die Beschleunigung und Harmonisierung von klinischen Studien, die Erleichterung der Einführung neuer Therapien durch eine verbindliche europäische Nutzenbewertung und stärkere institutionelle Koordinierung sowie die Stärkung des Schutzes geistigen Eigentums, insbesondere durch ergänzende Schutzzertifikate.

Zudem sollen Anreize für die Produktion in der Europäischen Union (EU) und eine Stärkung der Versorgungssicherheit gesetzt werden. Dabei soll es eine „ausgewogene Balance zwischen Umweltregulierung und Standortinteressen“ geben.

aha/EB

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung