Planungsausschuss beschließt zusätzliche Betten für Bayerns Krankenhäuser

München – Der bayerische Krankenhausplanungsausschuss hat grünes Licht dafür gegeben, die stationäre medizinische Versorgung im Freistaat auszubauen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) begrüßte die Entscheidung. „An zahlreichen bayerischen Kliniken werden die Bettenkapazitäten aufgrund der wachsenden Patientennachfrage zum Teil deutlich aufgestockt“, sagte die Ministerin nach dem Treffen, das sie selbst geleitet hat.
Unter anderem ist vorgesehen, die Bettenzahl beim Klinikum Nürnberg-Süd von derzeit 985 auf 1.012 Betten zu erhöhen. Im Klinikum Aschaffenburg wird die Bettenzahl von 739 auf 780 aufgestockt. Im Juliusspital Würzburg steigt die Bettenzahl von 342 auf 354.
An der Frauen- und Kinderklinik des St.-Hedwig-Krankenhauses Barmherzige Brüder in Regensburg bewilligte der Krankenhausplanungsausschuss eine Erhöhung der Bettenzahl von derzeit 168 auf 220 Betten. Das Krankenhaus Barmherzige Brüder erhält damit insgesamt 957 Betten (ehemals 905). Die Zahl der Planbetten am Klinikum Kaufbeuren in Schwaben wird um 30 auf 390 erhöht.
In München werden die Kapazitäten insbesondere am Helios-Klinikum München-West in Pasing (plus zwölf auf 412 Betten) und an der Schön-Klinik Schwabing (plus 17 teilstationäre Plätze für die Demenzbehandlung) erhöht.
Auch verschiedene kleinere Häuser erhalten zusätzliche Betten. Außerdem wird an verschiedenen Orten das Angebot an medizinischen Fachrichtungen erweitert. So erhält das Klinikum Weiden zusätzlich die Fachrichtung Kinderchirurgie, und am Klinikum Deggendorf wurde als Ergänzung zur Neurochirurgie die Fachrichtung Neurologie für die Schlaganfallversorgung in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern aufgenommen.
„Mit diesen Entscheidungen haben wir die Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung in den betroffenen Regionen gestellt. Die gute Auslastung der Kliniken ist nicht zuletzt ein Beleg für die hohe Qualität der medizinischen Versorgung in Bayern“, sagte Huml.
Zweifel an den Plänen der neuen Koalition aus CSU und Freien Wählern in Bayern äußerte heute der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer. Diese seien in Bezug auf die stationäre Versorgung „wenig konkret“.
In den Koalitionsvereinbarungen heiße es, man wolle künftig flächendeckend eine qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung sicherstellen, Krankenhausstrukturen erhalten und bedarfsgerecht weiterentwickeln sowie die Investitionsförderung auf Rekordniveau fortsetzen.
Diese Vereinbarungen müssten in den kommenden Monaten noch mit Leben gefüllt werden, „bietet der Text doch viel Raum für Interpretationen, gerade bei der Investitionsförderung“, sagte Quitterer. Grundsätzlich bewerte er den Abschnitt Gesundheitspolitik des Koalitionsvertrages jedoch positiv.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: