Ärzteschaft

Plattform unterstützt Betroffene nach traumatisierendem Ereignis

  • Dienstag, 14. Mai 2024
/simona, stock.adobe.com
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Berlin – Das neue zentrale Netzwerk Notfallpsychologie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) bietet Menschen nach Krisenereignissen zeitnahe niedrigschwellige und weiterführende Hilfeleistungen der Notfallpsychologie.

Der Verband reagiert damit auf die Versorgungslücke im mittleren Glied der Versorgungskette, der soge­nannten Stabilisierungsphase in den ersten Wochen nach einem potenziell traumatisierenden Ereignis.

Betroffene erhielten in Deutschland in der Regel kurz nach einer Krisensituation eine psychosoziale Akuthilfe durch Kriseninterventions- und Notfallseelsorgeteams, erklärt der BDP. Eine langfristige Versorgung von Men­schen mit manifestierter Traumafolgestörung sei darüber hinaus im Rahmen der Psychotherapie geregelt.

Um Betroffene frühzeitig in ihrer psychischen Resilienz zu stärken, einer behandlungsbedürftigen Trauma­folgestörung entgegenzuwirken und Patienten in der Zeit nach einem traumatisierenden Ereignis zu stabili­sieren, habe es bislang kein entsprechendes Versorgungsangebot gegeben, so der Verband.

Die neue Online-Plattform bietet Betroffenen nun Informationen über die Möglichkeiten einer notfallpsycho­logischen Beratung und Begleitung zeitnah nach einem Ereignis. Sie enthält eine deutschlandweite Notfall­psychologensuche und ermöglicht Patienten eine direkte Kontaktaufnahme.

Experten können sich registrieren, untereinander vernetzen und austauschen. Behörden und Unternehmen erhalten die Möglichkeit, im Großschadensfall eine größere Anzahl an Notfallpsychologen zu kontaktieren und zu koordinieren.

Der BDP macht darauf aufmerksam, dass die Notfallpsychologie aufgrund der starken Zunahme an Krisen­ereignissen in den vergangenen Jahren eine bedeutsamer werdende Teildisziplin der Psychologie geworden ist. Die Plattform bietet Interessierten deshalb auch aktuelle Informationen rund um die Notfallpsychologie.

nfs

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