Politik

Politik geht von deutlichem Plus bei Anzahl der Krankenhausärzte aus

  • Freitag, 2. Oktober 2026
/Iryna, stock.adobe.com
/Iryna, stock.adobe.com
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Berlin – Im Jahr 2024 haben nach Angaben der Bundesregierung 217.724 Ärztinnen und Ärzte an deutschen Krankenhäusern gearbeitet. 71.383 von ihnen waren teilzeitbeschäftigt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Grünen hervor. Danach könnte die Zahl der erwerbstätigen Ärztinnen und Ärzte im stationären Bereich, also in Krankenhäusern und in stationären Reha-Einrichtungen, auf 229.000 im Jahr 2030 und 231.000 im Jahr 2035 steigen.

In Vollzeitäquivalenten würde dies etwa 190.000 im Jahr 2030 und knapp 192.000 im Jahr 2035 entsprechen. Die stärksten relativen Zuwächse zwischen 2023 und 2035 erwartet die Bundesregierung bei den Fachärztinnen und Fachärzten für Augenheilkunde (plus rund sechs Prozent; rund 100 Erwerbstätige mehr), für Urologie (plus rund sechs Prozent; rund 200 Erwerbstätige mehr) und für Innere Medizin (plus rund sechs Prozent; rund 1.700 Erwerbstätige mehr).

Den größten absoluten Zuwachs soll es bei den Ärztinnen und Ärzten ohne Facharztrichtung geben – überwiegend Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Von rund 99.000 wird ein Anstieg auf etwa 102.000 Erwerbstätige erwartet. 

Die stärkste Abnahme erwartet die Bundesregierung bei den Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin: Ihre Erwerbstätigenzahl sinkt laut der Antwort voraussichtlich von etwa 6.900 Erwerbstätigen im Jahr 2023 auf rund 6.800 Erwerbstätige im Jahr 2035 – ein Minus rund zwei Prozent.

Laut der Antwort liegen keine Erkenntnisse vor, bei welchen ärztlichen Leistungsbereichen im Krankenhaus die größten personellen Engpässe zu erwarten sind. „Allerdings wird mit dem insgesamt höheren Behandlungsbedarf einer alternden Gesellschaft auch die Nachfrage nach Gesundheitspersonal insgesamt und nach ärztlichem Personal im Krankenhaus weiter steigen“, heißt es in der Antwort. 

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hatte im November 2024 das Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beauftragt, ein Fachkräftemonitoring für das BMG zu entwickeln.

Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, mit dessen Hilfe das aktuelle und künftige Angebot sowie der jeweilige Bedarf an Fachkräften in den einzelnen Versorgungsbereichen im Gesundheitswesen detailliert dargestellt und für die Zukunft prognostiziert werden kann. Die Zahlen der jetzt vorliegenden Antwort auf die Kleine Anfrage stammen aus den ersten Ergebnissen dieses Projekts.

hil

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung