Posteriore Urethralklappen: Nächtliche Blasendrainage mindert Hydronephrose

Mansoura – Wenn eine endoskopische Behandlung bei Jungen mit posterioren Urethralklappen keine ausreichende Miktion erzielt, kann eine tagsüber durchgeführte intermittierende Katheterisierung der Blase notwendig werden. Ergebnisse einer randomisierten Studie zeigen, dass eine nächtliche Blasendrainage die Behandlung unterstützen kann, wenn die intermittierende Katheterisierung von den betroffenen Kindern nicht akzeptiert wird (Journal of Urology 2026; DOI: 10.1097/JU.0000000000005226).
Nach Angaben in Orphanet wird 1 von 4.750–6.250 Jungen mit posterioren Urethralklappen geboren. Es handelt sich um eine embryologische Fehlentwicklung des Sinus urogenitalis, die bei Mädchen nicht auftritt. Ein Segel innerhalb der Harnröhre blockiert den Harnfluss, sodass eine Miktion wenn überhaupt nur gegen einen größeren Widerstand möglich ist. Die Behandlung besteht in einer chirurgischen Entfernung der Harnröhrenklappen, die heute endoskopisch durchgeführt werden kann.
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