Prävalenz unrupturierter intrakranieller Aneurysmen steigt, klinisches Risiko sinkt

Mannheim – Unrupturierte intrakranielle Aneurysmen (UIA) werden heute deutlich häufiger nachgewiesen als noch vor 20 Jahren. In Screeningstudien an gesunden Erwachsenen stieg die Prävalenz von 2,9 % auf 6,6 %. Das zeigt eine große systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse in The Lancet Neurology (2026; DOI: 10.1016/S1474-4422(26)00276-0).
Die Forschenden um Erstautorin Judith Dremel von der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Mannheim werteten 162 Studien mit 184 Studienpopulationen aus 25 Ländern aus, die zwischen 1955 und 2025 publiziert worden waren. Insgesamt flossen Daten von 316.131 Personen in die Analyse ein. Bei 11.822 von ihnen war ein UIA diagnostiziert worden.
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