Politik

Prien will „begleitetes Trinken“ ab 14 Jahren abschaffen

  • Montag, 30. März 2026
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend /picture alliance, Flashpic, Jens Krick
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend /picture alliance, Flashpic, Jens Krick

Berlin – Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will das „begleitete Trinken“ für Jugendliche ab 14 Jahren abschaffen. Wie eine Sprecherin ihres Ministeriums (BMFSFJ) gestern bestätigte, ist dies in einem Referentenentwurf des Ministeriums zur Änderung des Jugendschutzgesetzes vorgesehen.

Damit solle eine Ausnahmeregelung gestrichen werden, die den Kauf und Verzehr von Bier, Wein und Sekt in Begleitung einer sorgeberechtigten Person auch mit 14 oder 15 Jahren erlaubt. Über den Referentenentwurf hatte zuerst das Nachrichtenportal Politico berichtet.

Die Pläne folgten „dem Ansatz, das zunehmende Problem der Suchtabhängigkeit ernst zu nehmen“, heißt es demnach in dem Entwurf. Denn die Folgen könnten laut Ministerium „von Gesundheitsgefährdung bis Gewaltbereitschaft und Verwahrlosung“ reichen. Nach Angaben der Ministeriumssprecherin befindet sich der Referentenentwurf derzeit in der Länder- und Verbändeabstimmung.

Der Bundesrat hatte die Bundesregierung im September zur Abschaffung des „begleiteten Trinkens“ aufgefordert. Die Länderkammer unterstützte dabei mit klarer Mehrheit eine entsprechende Initiative Bayerns, die insbesondere auf die Suchtprävention und mögliche Entwicklungsstörungen in der Pubertät verwies.

afp

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung