Prostatakrebs: Transfer-RNA beeinflusst Therapieresistenz

Seattle – Die Menge einer bestimmten Transfer-RNA kann in experimentellen Prostatakrebsmodellen die Abhängigkeit vom Androgenrezeptor und die Empfindlichkeit gegenüber entsprechenden Therapien verändern. Eine Wiederherstellung der tRNA1Arg(UCU) macht zuvor resistente Zellen wieder empfindlicher gegenüber Hemmern des Androgenrezeptor-Signalwegs. Darüber berichtet eine Arbeitsgruppe vom Fred Hutchinson Cancer Center in der Fachzeitschrift Nature (2026; DOI: 10.1038/s41586-026-11153-8).
Prostatakrebs ist für sein Wachstum häufig auf den Androgenrezeptor angewiesen. Die Hemmung dieses Signalwegs kann jedoch einen Wechsel zu neuroendokrinen oder anderen Zellzuständen begünstigen, die gegen die Behandlung resistent sind. Diese Zelllinienplastizität ermöglicht es Krebszellen, alternative Identitäten anzunehmen. Welche Mechanismen diese Flexibilität ermöglichen, ist bislang laut dem Forschungsteam weitgehend unbekannt.
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