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Psychotherapeuten fordern extrabudgetäre Vergütung für alle Leistungen

  • Freitag, 7. August 2026
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Berlin – Der Gesetzgeber hat mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz festgelegt, die extrabudgetäre Vergütung psychotherapeutischer Leistungen zu streichen. Nach der Sommerpause will man in wenigen Leistungsbereichen nachbessern. Die Psychotherapieverbände halten das für nicht ausreichend.

Die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) und weitere Verbände drängen darauf, dass künftig wieder alle psychotherapeutischen Leistungen extrabudgetär vergütet werden. Man müsse „dem steigenden Bedarf auch in Zukunft etwas entgegensetzen“ können“, so der DPtV.

„Die Deckelung von Psychotherapie ergibt keinen Sinn – weder fachlich noch volkswirtschaftlich“, hieß es aus dem Bundesvorstand des Verbandes, Enno Maaß und Christina Jochim. Ein Entschließungsantrag des Bundestags setzte „ein erstes Signal, um die verheerenden Folgen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes teilweise zu korrigieren“.

Die Psychotherapieverbände weisen dabei auch auf die Rolle der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie hin. „Kinder und Jugendliche sind insbesondere seit der COVID-Pandemie stark belastet“, hieß es.

Chronische psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter müssten verhindert werden – aus gesundheitlichen, gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gründen. „Die extrabudgetäre Vergütung sollte daher für alle Leistungen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie explizit festgelegt werden“, fordern die Bundesvorsitzenden.

Außerdem regen sie konkret an, auch die neuropsychologischen Leistungen extrabudgetär zu vergüten. „Diese Patientinnen und Patienten haben oft massive Funktionseinschränkungen und werden in Zukunft – auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels – einen hohen Versorgungsbedarf aufweisen“, so Maaß und Jochim.

Ausnahmen von der Budgetierung sollten außerdem für schwer psychisch Erkrankte mit komplexem Behandlungsbedarf gelten, sowie für für psychisch erkrankte Menschen mit erheblichen psychosozialen Funktionseinschränkungen, so ihre Forderung.

hil

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