Politik

Reformpläne für besseren Schutz vor übertragbaren Krankheiten

  • Dienstag, 24. Januar 2017

Berlin – Mit erweiterten Meldepflichten bei Krankenhausinfektionen will die Bundesre­gie­rung den Schutz vor übertrag­ba­ren Krankheiten verbessern. Das Robert Koch-Institut (RKI) wird dazu mit der Einrich­tung eines elektronischen Meldewesens beauftragt, das spä­testens 2021 in Betrieb geh­en soll, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht. Auf die­se Weise sollen mehr Informationen zu Übertragungswegen gesammelt werden. Das gilt zum Beispiel für bestimmte Erreger, die sich auf der Haut ansiedeln.

In Pflegeheimen und anderen Gemeinschaftsunterkünften ist in der Zukunft außerdem die Krätze (Skabies) meldepflichtig, um bei Ausbrüchen der Krankheit früh reagieren zu können. Zur Aufbewahrung und Vernichtung von Polioviren in Laboren werden neue Standards festgelegt.

Die Bundesregierung setzt mit den Plänen nach eigenen Angaben die Strategie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Ausrottung des Polio-Erregers um. Schließlich werden dem Entwurf zufolge für sogenannte Naturbäder Anforderungen an die Qualität des Wassers neu festgelegt.

Der Gesetzentwurf ist im Bundesrat zustimmungspflichtig und soll bis zum Sommer 2017 in Kraft treten.

hib

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