Rheinland-Pfalz richtet Impfprogramm für Flüchtlinge ein
Mainz – Ein Impfprogramm für Flüchtlinge, das sich in Trier bewährt hat, will die rheinland-pfälzische Landesregierung jetzt an allen Erstaufnahmeeinrichtungen einrichten.
Das sogenannte Medeus-Programm bietet die von der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfohlene Impfungen, darunter Polio, Diphterie, Masern-Mumps-Röteln, Windpocken, Keuchhusten, sowie die Grippeschutzimpfung für besonders schutzwürdige Gruppen wie Schwangere und chronisch Kranke.
Unterstützt wird das Angebot durch freiwillige Ärzte, die sich auf einen Aufruf der Landesärztekammer gemeldet haben. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Impfangebot sehr gut angenommen wird, vor allem wenn muttersprachliche Ärzte beziehungsweise Dolmetscher vor Ort sind“, hieß es aus dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium. Impfstoffe seien an allen Standorten vorhanden.
Finanziert wird das Programm vom rheinland-pfälzischen Integrationsministerium. Es weist daraufhin, dass der Anspruch auf einen vollständigen Impfschutz auch nach Verlegung in die Kommunen fortbestehe, welche die Umsetzung selbstständig sicherstellen sollen.
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