Vermischtes

Rotes Kreuz entwickelt neue Konzepte für Terror- und Amokeinsätze

  • Donnerstag, 10. November 2016
Uploaded: 28.07.2016 16:38:51 by maybaum
/dpa

München – Die Rettungsorganisationen in Bayern haben sich gemeinsam mit der Polizei über neue Einsatzkonzepte bei Terror- und Amokeinsätzen verständigt. Man müsse die Gefahr von solchen Angriffen auch in Zukunft ernst nehmen, sagte der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Theo Zellner, heute in München. „Bisher haben wir es als weit weg betrachtet, aber jetzt ist die Gefahr mitten unter uns.“

Nach den Anschlägen in Bayern im Sommer besprachen die Teilnehmer der Tagung un­ter anderem, wie Patienten in solchen Gefahrenlagen besser und sicherer versorgt wer­den können. „In solchen Fällen können wir nicht vor Ort behandeln, sondern müssen die Patienten schnell ins Krankenhaus bringen“, erläuterte Zellner.

Dabei spiele auch die Sicherheit der Rettungskräfte eine große Rolle. „Wir wollen den Führungskräften zeigen, mit welchen Gefahren sie es zu tun haben können“, sagte der stellvertretende Landesarzt Florian Meier. „Wir wissen nicht, wie ein Terrorist oder Amok­täter tickt.“ Daher sei es wichtig, die Retter auf mögliche weitere Gefahren hinzuweisen.

Außerdem wurden mit den Teilnehmern der Tagung besondere Verletzungsmuster be­sprochen, die durch Explosionen oder große Schusswaffen auftreten können. „Wir sind dann mit Verletzungen konfrontiert, die in unserem Alltagsgeschäft nicht auftreten“, sagte Meier.

Lothar Köhler vom Landeskriminalamt berichtete zudem über die aktuelle Bedrohungs­lage in Bayern. „Wir müssen mit Einzeltätern genauso rechnen wie mit professionell agie­renden Gruppen“, sagte Köhler. Trotz umfangreicher Maßnahmen sei es dabei nicht immer möglich, alle Gefährder oder Attentatspläne rechtzeitig ausfindig zu machen. „Es gibt keine absolute Sicherheit.“

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung