Ärzteschaft

Ärztekammer Sachsen-Anhalt: Überlastung in Kinderarztpraxen und Ambulanzen fordert auch die Patienten

  • Donnerstag, 8. Dezember 2022
/pingpao, stockadobecom
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Magdeburg – Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt weist daraufhin, dass Kinderarztpraxen und Klinikambulanzen wegen vieler Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) und anderen überlastet sind.

Lange Wartezeiten für Eltern und ihre Kinder seien die Folge. Der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Uwe Ebmeyer, appelliert an die Eltern erkrankter Kinder, die Kinderarzt-Praxen oder die Notaufnahmen im Land nicht mit leichten Symptomen aufzusuchen.

„Die Ärzteschaft arbeitet mit Hochdruck an der Bewältigung des hohen Patientenaufkommens in Praxen und Kliniken. Wir müssen aber an die Eltern appellieren, die Notwenigkeit einer ärztlichen Konsultation vor dem Kontaktieren einer Arztpraxis oder gar Klinik zu hinterfragen, um die Situation in den Versorgungseinrichtungen nicht weiter zu verschärfen“, sagte er.

Insbesondere die Notaufnahmen sollten auch nur für Notfälle genutzt werden, damit diese auch weiterhin eine Akutversorgung sicherstellen könnten, so der Kammerpräsident. Er betonte, die Versorgung könne nur im Schulterschluss zwischen Ärzten, Patienten und Angehörigen funktionieren.

Ebmeyer warb auch um Verständnis in der Bevölkerung, wenn die Behandlung von Notfällen dazu führe, dass die reguläre Versorgung vorübergehend und in Teilbereichen nur eingeschränkt angeboten werden könne.

Anfang der Woche hatte auch die Landesärztekammer Thüringen an Patienten appelliert, den Bereitschafts-, Not- und Rettungsdienst nur bei wirklichem Bedarf zu nutzen und so der Überlastung von Einrichtungen entgegenzuwirken.

hil

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