Ärzteschaft

Bessere Digitalisierung im Gesundheitswesen laut Anästhesiologen entscheidend für den Verteidigungsfall

  • Donnerstag, 20. März 2025
/everythingpossible, stock.adobe.com
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Nürnberg – Im Verteidigungsfall ist eine robuste und belastbare digitale Infrastruktur entscheidend, um Kapazitäten und Ressourcen effizient zu steuern. Das betonen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA).

„Ohne eine durchgängige digitale Vernetzung aller relevanten Akteure – von Krankenhäusern über Rettungsdienste bis hin zu pharmazeutischen Lieferketten – werden wir nicht in der Lage sein, in einer Krisensituation adäquat zu reagieren“, sagte der Präsident der DGAI, Gernot Marx.

„Mit Blick auf das Gelernte aus der Coronapandemie reichen Maßnahmen zur Anpassung von Standards, Infrastruktur und Vorratshaltung nicht aus“, ergänzte die BDA-Präsidentin Grietje Beck. Ebenso entscheidend sei vielmehr die digitale Vernetzung, betonte sie. 

Die beiden Verbände weisen darauf hin, dass die Anästhesiologie neben den chirurgischen und unfallchirurgischen Fachbereichen zu den am stärksten geforderten medizinischen Disziplinen in Krisen- und Verteidigungsfällen zählen wird: „Unser Fach stellt nicht nur die notfallmedizinische Versorgung sicher, sondern trägt auch entscheidend zur Stabilisierung schwerstverletzter Patientinnen und Patienten im OP und auf den Intensivstationen bei“, so Marx.

DGAI und BDA rufen die neue Bundesregierung auf, die Gesundheitsversorgung künftig als integralen Bestandteil der nationalen Sicherheitsstrategie zu betrachten – und entsprechend zügig Maßnahmen zur Krisenresilienz umzusetzen.

„Es wäre fatal, aufgrund ökonomischen Drucks auch nur eine Fachkraft zu verlieren, auf die wir im Ernstfall angewiesen sind“, sagte Beck.

hil

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