Direktausbildung: Psychotherapeuten mahnen zügige parlamentarische Beratung nach der Wahl an

Berlin – Nach einem gestern bekannt gewordenen Arbeitspapier des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Ausbildungsreform in der Psychotherapie hat die Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung (DPtV) heute zur Eile gemahnt. „Wir fordern die Politiker auf, die parlamentarische Beratung dieses Gesetzes nach der Bundestagswahl umgehend aufzunehmen“, sagte die DPtV-Bundesvorsitzende Barbara Lubisch. Man erwarte, dass die weitere Arbeit am Gesetz zügig vorangehe.
Lubisch zufolge sind weitere sozialrechtliche Regelungen zur Absicherung der notwendigen zweiten Qualifizierungsphase, der Weiterbildung, erforderlich. Die psychotherapeutische Weiterbildung sei verpflichtend im stationären und ambulanten Bereich vorzusehen, sagte sie. Diese Anforderung hatte bereits der 25. Deutsche Psychotherapeutentag im November 2014 beschlossen, da der Berufsstand schon lange den Reformbedarf erkannt und an der Versorgung orientierte Reformvorschläge vorgelegt hatte.
„Die gestiegenen fachlichen Anforderungen, die unklaren Zugangsregelungen sowie die rechtlich und finanziell unhaltbare Situation der jetzigen Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) machen eine Reform dringend“, so Lubisch. Sie betonte, die neue Struktur eines zur Approbation führenden Studiums und einer anschließenden Weiterbildung biete eine „gute Grundlage für eine differenzierte sowohl wissenschaftlich als auch praktisch ausgerichtete Qualifizierung“ zukünftiger Psychotherapeuten.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: