Ärzteschaft

Erste Runde der Tarifverhandlungen für Medizinische Fachangestellte ohne Ergebnis

  • Donnerstag, 17. Januar 2019

Berlin – Die Tarifverhandlungen zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) und dem Verband medizinischer Fachberufe sind vertagt. Bei der gestrigen ersten Runde konnten sich die Tarifpartner nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen, teilten beide Seiten mit. Die Gespräche sollen am 8. März fortgesetzt werden.

Der Verband medizinischer Fachberufe fordert eine Erhöhung von 1,35 Euro pro Stunde für die erste Tätigkeitsgruppe. Der Bruttostundenlohn nach erfolgreich abgeschlosse­ner dreijähriger Ausbildung würde somit in den ersten vier Berufsjahren von derzeit 11,28 auf 12,63 Euro steigen.

Bei entsprechenden Weiterbildungen kämen die im Tarifvertrag vereinbarten Zuschläge von 7,5 Prozent in Tätigkeitsgruppe zwei bis 50 Prozent in Tätigkeitsgruppe sechs hinzu. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 80 Euro steigen, so die Forderung.

Für eine Nettorente oberhalb des Grundsicherungsniveaus von derzeit 814 Euro werden nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums 29,5 Rentenpunkte benötigt.

Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungs­pflichtiger Beschäftigung hinweg, wäre aktuell rechnerisch ein Stundenlohn von 12,63 Euro erforderlich, sagte Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe. Die Forderung sei „mehr als gerechtfertigt“. Sie solle die Mindestarbeitsbedingungen kennzeichnen.

Die AAA hat laut dem Verband bislang kein Angebot vorgelegt. Bis zum Abschluss eines neuen Gehaltstarifvertrages gelten die bestehenden Tarifwerke fort.

hil

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