Mehr angestellte Ärzte in bayerischen Praxen

München – In Bayern macht die Gruppe „Angestellte Ärzte in einer Praxis“ mittlerweile 34,3 Prozent aller niedergelassenen Ärzte aus. Die Gruppe wuchs gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent. Das teilte die Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) zum 82. Bayerischen Ärztetag in Landshut mit.
Die Zahl aller in Bayern gemeldeten Ärztinnen und Ärzte stieg zwischen 30. September 2022 und 30. September 2023 von 92.451 auf 94.378. Dies bedeutet ein Plus von 2,1 Prozent. Davon sind 48.631 Männer und 45.747 Frauen. Die Zahl der Ärzte erhöhte sich um 1,1 Prozent und die der Ärztinnen um 3,2 Prozent.
Die Kammer weist daraufhin, dass in der Statistik die Arbeitszeiten der Ärztinnen und Ärzte nicht berücksichtigt werden. Es handele sich vielmehr um eine reine sogenannte Kopfstatistik – Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte würden also gleich gezählt.
Die Zahlen lieferten deshalb keine Aussage über den Umfang der ärztlichen Tätigkeit. „Außerdem muss berücksichtigt werden, dass in einer Gesellschaft des langen Lebens und durch den rasanten medizinisch-technischen Fortschritt die Behandlungsintensität der Patienten steigt“, hieß es aus der Kammer.
Aktuell sind bei der bayerischen Landesärztekammer 12.224 ausländische Ärzte gemeldet. Seit April 2017 führt die Kammer Fachsprachenprüfungen auf dem Sprachniveau C1 durch. Seit Anfang Oktober 2022 erfolgten 1.826 Prüfungen – 1.016 Prüfungen wurden bestanden, das sind knapp 56 Prozent.
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