Ärzteschaft

Sechs Millionen weitere Grippeimpfstoff­dosen verfügbar, kein Regressrisiko für Vertragsärzte

  • Montag, 7. Dezember 2020
/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Damian Dovarganes
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Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat weitere sechs Millionen Influenza-Impfstoff­dosen beschafft. Darunter befinden sich auch eine halbe Million Dosen des bis lang in Deutschland noch nicht verfügbaren Impfstoffs „Fluzone High-DoseQuadrivalent2020/2021“.

Das geht aus einem Brief von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Andreas Gassen, Vor­standsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), an die Vorstände der Kassen­ärztli­chen Vereinigungen hervor, der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.

„Da uns aus der Praxis Informationen erreichen, dass Fluzone aufgrund der im Vergleich zu anderen Grippeimpfstoffen höheren Kosten wenig verordnet wird, möchten wir an dieser Stelle nochmals beto­nen, dass die Kosten für Fluzone für gesetzlich Versicherte von der gesetzlichen Krankenversich­erung übernommen werden und Vertragsärzte bei einem indikationsgerechten Einsatz keinen Regress zu be­fürchten haben“, betonen Spahn und Gassen in dem Schreiben.

Fluzone enthält im Vergleich zu Grippeimpfstoffen mit Standarddosierung die vierfache Antigenmenge und ist für die Anwendung bei Erwachsenen ab 65 Jahren zugelassen. Laut KBV stehen damit für die Saison 2020/21 in Deutschland mehr als 26 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums seien das fast doppelt so viele wie in der vergangenen Saison mit 14 Millionen Dosen.

In manchen Regionen in Deutschland war die Nachfrage nach der Grippeimpfung in den vergangenen Wochen dennoch größer als der vor Ort verfügbare Impfstoff. Angestellte von Praxen beklagten sich über aggressiv und fordernd auftretende Patienten.

„Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt“, sagte die Präsi­dentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, Ende Oktober.

hil

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