Ärzteschaft

Vergütung für Selektivverträge in Baden-Württem­berg überschreitet 500-Millio­nen-Euro-Marke

  • Donnerstag, 6. April 2017

Stuttgart – Die Verträge zur haus- und zur facharztzentrierten Versorgung in Baden-Würt­temberg wachsen weiter. Im vergangenen Jahr hat die Gesamtvergütung der mehr als 5.600 teilnehmenden Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten erstmalig die 500-Millionen-Euro-Marke überschritten. „Die Selektivverträge mit festen Preisen und besse­rer Bezahlung bieten Planungssicherheit und stellen für die teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten ein unverzichtbares unternehmerisches Standbein dar“, sagte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg und Medi Geno Deutschland.

Die Vertragspartner erwarten, dass auch 2017 wieder mehr Ärzte und weitere Versi­cher­te an den Verträgen teilnehmen werden. „Dazu trägt der im letzten Herbst gestar­tete fünf­te Facharztvertrag für Urologie bei. Zu zwei neuen Krankheitsbildern, Diabeto­logie und Rheumatologie, wird derzeit abschließend verhandelt“, hieß es von Medi Baden-Württemberg.

80 Prozent der Vergütung – also rund 400 Millionen Euro – entfallen auf den Hausarzt­ver­trag mit der AOK Baden-Württemberg, rund 100 Millionen Euro auf die verschiede­nen gemeinsamen Facharztverträge mit der AOK und der Bosch Betriebskrankenkasse.
An dem Hausarztvertrag nahmen Ende 2016 1,44 Millionen Patienten teil. Ihre Zahl hat sich im vergangenen Jahr um sechs Prozent erhöht. Damit ist rund jeder dritte AOK-Versicherte in Baden-Württemberg in das Hausarztprogramm eingeschrieben.

„Das ist hervorragend investiertes Geld, nämlich in eine nachweislich bessere Versor­gung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Her­mann. Von den neuen Versicherten stiegen immer zehn bis 15 Prozent direkt in die Se­lektivverträge ein. „Die Vermutung liegt nahe, dass sie auch zu uns kommen, um an die­ser besseren Versorgung teilhaben zu können“, so Hermann.

An dem Hausarztprogramm beteiligen sich rund 4.000 Hausärzte in Baden-Württem­berg. Ihre Zahl ist nahezu konstant geblieben. Zu dem 2010 gestarteten Facharzt­programm ge­­hören mittlerweile fünf Facharztverträge. Dort stieg die Gesamtteilnehmer­zahl der Ärz­te und Psychotherapeuten 2016 auf 1.699 an. Das entspricht einem Plus von 15,5 Pro­zent.

hil

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