Politik

Rückendeckung für GOÄ-Reform aus Bayern

  • Montag, 16. Mai 2022
/picture alliance, Sammy Minkoff
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München – Die Bundesärztekammer (BÄK) hatte unlängst von Bundesgesundheits­minister Karl Lauter­bach (SPD) Rückendeckung für die Umsetzung der Gebühren­ordnung für Ärzte (GOÄ) verlangt. Unter­stützung kommt nun aus Bayern.

Die Bundesregierung müsse eine Reform der Gebührenordnung für Ärzte noch in dieser Legislatur­peri­ode angehen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) anlässlich der Mitgliederver­sammlung des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) in Erlangen.

Die aktuelle Fassung sei von 1996 und damals schon nur teilweise überarbeitet worden, betonte der Politiker. „Sie bildet den aktuellen wissenschaftlichen Stand und die Entwicklungen nicht mehr ab.“ Der Bund müsse den Vorschlag von Bundesärztekammer und dem Verband der Privaten Krankenver­sicherung für ein neues Leistungsverzeichnis nun aufgreifen.

Lauterbach hatte einer GOÄ-Reform in der laufenden Legislatur im Deutschen Ärzteblatt nur wenig Chancen eingeräumt.

Holetschek rief die Bundespolitik auch dazu auf, dass Hausärzte und ihre medizinischen Fachange­stellten einen Coronabonus erhalten. „In der Pandemie haben Sie sich als echtes Bollwerk in der Patientenversorgung erwiesen“, sagte er.

Diesen Einsatz bei der Bewältigung der Pandemie sollte man deshalb anerkennen und wie bei den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen einen Coronanonus zahlen. Eine entsprechende Forderung habe der Bund jedoch bisher verweigert. Die Unionsfraktion habe einen Antrag dazu im Bundestag eingebracht.

dpa/may

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