Rückendeckung für GOÄ-Reform aus Bayern

München – Die Bundesärztekammer (BÄK) hatte unlängst von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Rückendeckung für die Umsetzung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) verlangt. Unterstützung kommt nun aus Bayern.
Die Bundesregierung müsse eine Reform der Gebührenordnung für Ärzte noch in dieser Legislaturperiode angehen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) anlässlich der Mitgliederversammlung des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) in Erlangen.
Die aktuelle Fassung sei von 1996 und damals schon nur teilweise überarbeitet worden, betonte der Politiker. „Sie bildet den aktuellen wissenschaftlichen Stand und die Entwicklungen nicht mehr ab.“ Der Bund müsse den Vorschlag von Bundesärztekammer und dem Verband der Privaten Krankenversicherung für ein neues Leistungsverzeichnis nun aufgreifen.
Lauterbach hatte einer GOÄ-Reform in der laufenden Legislatur im Deutschen Ärzteblatt nur wenig Chancen eingeräumt.
Holetschek rief die Bundespolitik auch dazu auf, dass Hausärzte und ihre medizinischen Fachangestellten einen Coronabonus erhalten. „In der Pandemie haben Sie sich als echtes Bollwerk in der Patientenversorgung erwiesen“, sagte er.
Diesen Einsatz bei der Bewältigung der Pandemie sollte man deshalb anerkennen und wie bei den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen einen Coronanonus zahlen. Eine entsprechende Forderung habe der Bund jedoch bisher verweigert. Die Unionsfraktion habe einen Antrag dazu im Bundestag eingebracht.
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