Ärzteschaft

S3-Leitlinie zu Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen weiterentwickelt

  • Montag, 21. September 2026
/VectorBum, stock.adobe.com
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Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) hat zusammen mit weiteren Fachgesellschaften und Organisationen die S3-Leitlinie „Störungen des Sozialverhaltens: Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ umfassend aktualisiert und erweitert. Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss hat die Arbeit unterstützt. 

„Symptome für eine Störung des Sozialverhaltens zählen zu den häufigsten Gründen, aus denen in kinder- und jugendpsychiatrischen sowie kinder- und jugendpsychotherapeutischen Einrichtungen Rat gesucht wird. Aber nicht alle Kinder und Jugendlichen, die eine solche psychische Störung oder ein erhöhtes Risiko dafür haben, erhalten bislang die optimale Behandlung“, hieß es aus dem Leitlinienteam.  

Die Arbeitsgruppe hat für die neue Version 44 Prozent der Empfehlungen inhaltlich modifiziert und 42 Prozent neu aufgenommen. Neben der Aktualisierung und Weiterentwicklung aller bestehenden Kapitel haben die Autorinnen und Autoren ein Kapitel zur Kooperation des Gesundheitssystems mit weiteren zentralen Versorgungssystemen neu geschaffen. Es beinhaltet 36 Empfehlungen für die Zusammenarbeit von Fachkräften des Gesundheitssystems mit Fachkräften des Bildungssystems, der Kinder- und Jugendhilfe und des Justizsystems. 

Darüber hinaus berücksichtigt die überarbeitete Leitlinie präventive Ansätze für unterschiedliche Zielgruppen und in verschiedenen Settings systematischer. Außerdem hat die Leitliniengruppe zielgruppenspezifische Informationen für Kinder, Jugendliche, deren Eltern beziehungsweise primäre Bezugspersonen sowie für Fachkräfte aus Bildungswesen, Justiz sowie Kinder- und Jugendhilfe entwickelt. 

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