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S3-Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen aktualisiert

  • Donnerstag, 24. September 2026
/Studio Romantic, stock.adobe.com
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Berlin – Die Deutsche Schmerzgesellschaft hat eine aktualisierte Version der S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen“ vorgestellt. Der Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) hat die Arbeit gefördert.

Der Entwurf steht bis zum 12. Oktober 2026 auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) bereit. Fachgesellschaften, Patientenorganisationen, Angehörige der Gesundheitsberufe sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, den Leitlinienentwurf zu kommentieren. 

Im Vergleich zur letzten Aktualisierung hat die Leitliniengruppe in den Empfehlungen auf die Einteilung in kurz-, mittel- und langfristige Langzeitopioidtherapie verzichtet, da die Studienlage diese Zeiteinteilung nicht abbilde. 

Die Autorinnen und Autoren betonen unter anderem die Bedeutung von Therapiezielen vor Einleitung der Opioidbehandlung sowie die regelmäßige Überprüfung der Therapie. 

Die Leitlinie stellt unter der Überschrift „Gibt es eine Opioidepidemie in Deutschland?“ auch aktualisierte Angaben zur Verordnungshäufigkeit bereit. „Im Zeitraum von 2006 bis 2016 gab es einen Anstieg der Einzelverordnungen von Opioiden von 4,2 Prozent auf 4,9 Prozent in der deutschen Gesamtbevölkerung. Seit 2016 haben die Gesamtverordnungen von opioidhaltigen Analgetika in der deutschen Gesamtbevölkerung nicht zugenommen“, heißt es in der Leitlinie. 

Die Langzeitverordnungen – mindestens drei zusammenhängende Quartale – von opioidhaltigen Analgetika für Patientinnen und Patienten mit nicht-tumorbedingten Schmerzen haben in Deutschland seit 2012 laut der Leitlinie nicht zugenommen. 

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