Sachsen-Anhalt erhöht Landarztquote

Magdeburg – Sachsen-Anhalt baut die Landarztquote weiter aus. Ab dem kommenden Wintersemester sollen 36 statt bisher 32 Studienplätze in der Humanmedizin an den Universitäten in Magdeburg und Halle per Vorabquote für künftige Landärzte bereitgestellt werden.
„Mit der Ausweitung der Landarztquote möchten wir mehr angehende Ärztinnen und Ärzte für eine Zukunft bei uns im Land gewinnen“, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne gestern im Landtag. Bisher konnten demnach mehr als 130 zukünftige Landärzte für die ländlichen Regionen in Sachsen-Anhalt verpflichtet werden.
Mit dem Gesetz soll zudem die Aufgabe der zuständigen Stelle vom Gesundheitsministerium auf die für die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung verantwortliche Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) übertragen werden.
„Ein Verfahren aus einer Hand, von der Bewerbung bis zur ärztlichen Tätigkeit in unterversorgten Regionen, garantiert am besten die kontinuierliche Begleitung der Bewerberinnen und Bewerber“, sagte Grimm-Benne. Die KVSA kenne die vertragsärztliche Versorgung im Land bestens und führe bereits jetzt das Auswahlverfahren der geeigneten Bewerberinnen und Bewerber durch.
KVSA-Chef Jörg Böhme zeigte sich erfreut. „Diese Vorabquote ist ein wichtiger Baustein, um auch zukünftig die von den Patienten so geschätzte flächendeckende ambulante Versorgung sicherzustellen“, sagte er. Böhme betonte, die Landarztquote sei nach wie vor sehr beliebt, es gebe jährlich weitaus mehr Bewerber als Studienplätze.
Wer über die Landarztquote Humanmedizin studiert, verpflichtet sich zu einer mindestens zehnjährigen Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt in einer (drohend) unterversorgten Region Sachsen-Anhalts.
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