Vermischtes

SAP und Fresenius treiben Einsatz von Künstlicher Intelligenz voran

  • Montag, 19. Januar 2026
/sdecoret, stock.adobe.com
/sdecoret, stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Deutschlands größter Softwarekonzern SAP und der Klinikbetreiber Fresenius wollen gemeinsam Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen voranbringen. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft solle eine Plattform aufgebaut werden, die vernetzte und datengetriebene Gesundheitsprozesse ermöglicht, teilte Fresenius in Bad Homburg mit.

Bei dem Projekt planten die beiden Dax-Konzerne, mittelfristig einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zu investieren. „Wir machen Daten und KI zu alltäglichen Begleitern, die für Ärzte und Krankenhausteams sicher, einfach und skalierbar sind“, sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Damit schaffe man mehr Raum für die Patientenversorgung.

Fresenius Helios ist Deutschlands größter Klinikbetreiber. In mehr als 80 Krankenhäusern und rund 220 Medizinischen Versorgungszentren werden jährlich rund 5,5 Millionen Menschen hierzulande behandelt. Über die Tochtergesellschaft Quirónsalud ist das Unternehmen zudem in Spanien und Lateinamerika aktiv.

Schon heute kann KI Ärzten helfen, Krankheiten zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, etwa bei bildgebenden Verfahren bei Radiologen. Bei Fresenius soll das Fachpersonal KI-gestützt bessere Entscheidungen bei der Diagnostik treffen. Auch könnten Abläufe beschleunigt werden. Die finale Entscheidung über Behandlungen liege aber immer bei den Ärzten, hieß es.

Mit der Technologie von SAP und der Expertise von Fresenius wolle man die Grundlage für eine souveräne Gesundheitsplattform für Fresenius weltweit schaffen, sagte SAP-Chef Christian Klein. „Damit wollen wir gemeinsam neue Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen setzen.“

Ziel ist demnach ein integriertes, erweiterbares und datenbasiertes digitales System, das Kliniken und medizinischen Einrichtungen den sicheren Einsatz von KI ermöglicht, auch im Umgang mit sensiblen Patientendaten.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung