Vermischtes

Sartorius profitiert von KI-Einsatz bei Kunden

  • Donnerstag, 22. Oktober 2026
/picture alliance, Swen Pförtner
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Göttingen – Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius sieht vor allem Chancen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Technologie helfe Kunden in gleicher Zeit, mehr Wirkstoffkandidaten zu entwickeln, sagte Sartorius-Chef Michael Grosse bei der Vorstellung der Neun-Monats-Zahlen.

Das Unternehmen aus Göttingen profitiere von mehr Neuentwicklungen bei den Kunden, die im Labor untersucht werden müssten, etwa mit Sartorius-Produkten. „KI ist eine Art Beschleuniger“, sagte Grosse. Die Technologie helfe neue Biopharmaka zu entwickeln. Das komme unter anderem der Entwicklung von Wirkstoffen für seltene Krankheiten zu Gute.

Auch abseits der Künstlichen Intelligenz zeigte sich Grosse zufrieden. „Das Geschäft entwickelt sich nach Plan und weiterhin in die richtige Richtung“, sagte er. Sartorius bestätigte seine Jahresziele größtenteils. Wichtigster Wachstumstreiber war laut einer Mitteilung erneut das wiederkehrende Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Aber auch andere Bereiche wuchsen. Kunden seien in den Investitionsmodus zurückgekehrt, sagte Grosse.

Insgesamt erlöste der Konzern in den ersten neun Monaten bis Ende September rund 2,74 Milliarden Euro, ein Anstieg von knapp fünf Prozent im Vorjahresvergleich. Dabei erhielt der südniedersächsische Konzern im dritten Quartal weitere Rückzahlungen für bereits gezahlte US-Zölle, die Sartorius aber an seine Kunden überweist.

Einschließlich dieses Effekts wuchs der Umsatz wechselkursbereinigt um fast sieben Prozent. Ebenfalls um fast sieben Prozent stieg nominal das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf knapp 828 Millionen Euro. Die entsprechende Marge stieg von 29,7 auf 30,2 Prozent.

Unter dem Strich schwoll der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um gut die Hälfte auf 188,3 Millionen Euro an. Für das kommende Jahr kündigte Grosse bereits „nennenswerte“ Investitionen an. Auch 2027 wolle Sartorius profitabler und stärker als der Markt wachsen.

dpa

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