Politik

Schenderlein wird Staatssekretärin und löst Sorge ab

  • Montag, 27. Juli 2026
Christiane Schenderlein soll auf Tino Sorge folgen. /Schenderlein: picture alliance, photothek.de, Florian Gaertner (Scheinderlein), dts Nachrichtenagentur (Sorge)
Christiane Schenderlein soll auf Tino Sorge folgen. /Schenderlein: picture alliance, photothek.de, Florian Gaertner (Scheinderlein), dts Nachrichtenagentur (Sorge)
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Berlin – Das Stühlerücken in Berlin geht munter weiter. Die bisherige Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Christiane Schenderlein (CDU), wird neue Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium und löst dort Tino Sorge ab. Die Personalie gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) heute nach einer CDU-Präsidiumssitzung bekannt.

Dass die Sächsin Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, ist seit mehreren Tagen klar. Darüber gab es Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden. Ihre Nachfolge im Kanzleramt ist noch offen. Im Gespräch sind dem Vernehmen nach Nadine Keßler, Weltfußballerin des Jahres 2014, und offenbar auch Tino Sorge.

Für Sorge ist die Personalrochade der Regierung – Stand jetzt – besonders bitter. Vor einem Jahr war er in Berlin sogar noch als Bundesgesundheitsminister gehandelt worden. Den Posten bekam damals Nina Warken. Sorge wurde damals Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

„Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte“, sagte Sorge heute. Er nehme die Entscheidung des Bundeskanzlers „zur Kenntnis“. „Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage“, kritisierte er.

Angesichts der Ereignisse der letzten Tage und am Vorabend mehrerer Landtagswahlen werde der Bundeskanzler diese Entscheidung mit Bedacht getroffen haben. „Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen“, erklärte Sorge weiter.

Merz schnürt seit dem Rücktritt von Bundestagsfraktionschef Jens Spahn (CDU) vor gut einer Woche ein großes Personalpaket. Zum Nachfolger Spahns soll am Mittwoch der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei gewählt werden.

Auf seinen Posten in der Regierungszentrale wechselt Gesundheitsministerin Nina Warken, die von Linnemann abgelöst wird. Der bisherige Digital-Staatssekretär Philipp Amthor wird Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, löst Verkehrsminister Schnieder ab, mit dem Merz unzufrieden war.

dpa/may

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