Ärzteschaft

Solidarität mit weiteren Gesundheitsberufen

  • Mittwoch, 3. November 2021
/VILevi, stock.adobe.com
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Berlin – Nach Ansicht des 125. Deutschen Ärztetags (DÄT) muss die Kommerzialisierung im Gesund­heits­wesen dringend begrenzt werden. Dazu sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesundheits­wesen so verändert werden, dass Überversorgung vermieden wird.

Nach Ansicht der Delegierten müssen präventive und konservative Therapieansätze sowie eine zuwen­dungsorientierte, sprechende Medizin gefördert und in allen Gesundheitsberufen eine ausreichende, stabile und gut qualifizierte Personaldecke erreicht werden.

„Es braucht eine grundlegende Wertschätzung der Gesundheitsberufe, die sich in guten Arbeitsbeding­ungen und fairer Bezahlung ausdrückt“, hieß es vom DÄT. Gute Arbeitsbedingungen erforderten eine stabile und gute Personaldecke und stellten sich auch in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ge­sundheitserhaltenden Dienstmodellen, einer guten Ausstattung am Arbeitsplatz und der Möglichkeit zu Fort- und Weiterbildung dar.

Dabei erklärte sich der DÄT auch solidarisch mit den Pflegeberufen, die um eine dringend überfällige Verbesserung ihrer Arbeits- und Ausbildungsbedingungen ringen. Er appellierte dabei an alle ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, die Pflegeberufe in diesem Bemühen auch im Fall tariflicher Auseinander­setzungen zu unterstützen und forderte die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, die Ar­beitsbedingungen der Pflege in den Krankenhäusern und der Altenpflege so zu verbessern, dass eine nachhaltige Entwicklung des Berufsfeldes gewährleistet ist.

Bezüglich der Physician Assistants erklärte der DÄT, dass ihre verantwortungsvolle Tätigkeit eine um­fas­sende Qualifikation und berufliche Erfahrung in der Gesundheitsversorgung erfordere, bekräftigte aber die Ablehnung eines grundständigen Studiums. Vielmehr sollte weiterhin an einer vorher erworbenen Berufsqualifikation in einem Gesundheitsberuf festgehalten werden.

ER

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