Tabaksteuer soll stärker erhöht werden als bisher geplant

Berlin – Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer möglicherweise stärker erhöhen als bisher geplant.
Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums für die Koalitionsfraktionen berichteten, soll der Preis für eine Packung Zigaretten bis 2030 schrittweise von aktuell rund acht Euro auf fast zwölf Euro steigen.
Das seien etwa 40 Cent mehr als kürzlich vom Bundeskabinett beschlossen. Analog dazu soll auch die Besteuerung von Feinschnitt – also von Tabak für selbstgedrehte Zigaretten – stärker angehoben werden. Grund für die Änderung ist dem Medienbericht zufolge eine Lücke im Haushalt.
Aus Regierungskreisen hieß es dem RND-Bericht zufolge, die „maßvolle Anhebung“ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung, sondern auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Sie stehe außerdem im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.
Die Ärzteschaft hatte sich in den vergangenen Wochen verstärkt für eine zusätzliche Erhöhung der Tabaksteuer ausgesprochen. Angemahnt wurden aber auch höhere Abgaben auf Alkohol und Zucker.
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