Ärzteschaft

Telematik­infrastruktur: Psychotherapeuten wehren sich wegen Verzögerungen gegen Honorarabzug

  • Freitag, 10. Januar 2020
/MQ-Illustrations, stock.adobe.com
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Berlin – Angesichts der anhaltenden Probleme beim Rollout der Telematikinfrastruktur (TI) hat der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) eine Aussetzung des Hono­rarabzuges gefordert.

In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verwies der Verband darauf, dass die niedergelassenen Vertragspsychotherapeuten nicht für die aktuellen Lieferprob­leme und Sicherheitslücken haftbar gemacht werden dürften.

Nachdem der Chaos Computer Club Ende des vergangenen Jahres Sicherheitsmängel bei der Ausgabe der TI-Schlüsselkarten aufgedeckt hatte, wurde der Rollout der Praxisaus­weise vorerst gestoppt. Auch Konnektoren werden aktuell nicht ausgeliefert.

„Bedingt durch diese Lieferprobleme melden sich bei uns verstärkt Kollegen, deren be­reits fest gebuchter Installationstermin 2019 seitens der Systemhäuser wieder abgesagt werden musste“, unterstreicht bvvp-Vorstandsvorsitzender Benedikt Waldherr.

Dadurch seien Betroffene unverschuldet in zeitlichen Verzug geraten, um die TI rechtzei­tig, ohne Honorarabzug und mit Kostendeckung durch die Förderpauschale, installieren lassen zu können.

Vor diesem Hintergrund fordert der Verband, den Honorarabzug gemäß §291 SGB-V Abs. 2b mindestens so lange auszusetzen, bis alle Komponenten der Telematik-Infrastruktur wieder lieferbar sind.

hil/sb

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