Thüringer Ärzte fordern Bevorratung für mögliche nächste Pandemie

Erfurt – Um auf eine mögliche nächste Pandemie vorbereitet zu sein, fordern Thüringer Ärzte einen größeren Vorrat mit medizinischer Schutzausstattung, Medikamenten und Ähnlichem anzulegen.
„Vorbereitet sein, heißt Vorratswirtschaft treffen“, sagte die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, Annette Rommel, heute in Erfurt am Rande eines medizinischen Weiterbildungskongresses. In den vergangenen Jahren sei die Notwendigkeit zur Vorratshaltung zu stark aus dem Blickpunkt geraten.
Ähnlich äußerte sich auch die Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, Gundula Werner. Gerade zu Beginn der Coronapandemie habe sich gezeigt, dass ein Mangel etwa an medizinischer Schutzausrüstung am Ende das Leben von Menschen gefährde.
„Da appellieren wir, die Dinge in Zukunft anders zu regeln“, sagte sie. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte erst vor wenigen Tagen beim Auftakt einer Tagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt: „Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt – und sie wird auch nicht die letzte sein.“
Gleichzeitig bescheinigten die Vertreter der Ärzteschaft den Medizinern im Freistaat, sie und die vorhandenen medizinischen Strukturen hätten sich auch in der Krise bewährt.
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