Ausland

Trachom: WHO meldet Erfolg gegen gefürchtete Augenkrankheit

  • Mittwoch, 7. Januar 2026
/picture alliance, GUNTHER LICHTENHOFER, APA
/picture alliance, GUNTHER LICHTENHOFER, APA

Genf – Erstmals müssen weltweit weniger als 100 Millionen Menschen wegen eines Trachoms behandelt werden, einer zu Erblindung führenden Augenerkrankung. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern in Genf mit.

Demnach sank die Zahl der Gefährdeten seit 2002 um 94 Prozent – von damals 1,5 Milliarden auf 97 Millionen Menschen im November. Die UN-Behörde sprach von einem Meilenstein. Ziel sei jetzt, das Trachom bis 2030 vollkommen zu beseitigen.

Zuletzt hatten der Mitteilung zufolge Ägypten und Fidschi erklärt, dass diese Form einer bakteriellen Augeninfektion kein Problem der öffentlichen Gesundheit mehr sei. Damit sind nun 27 Länder weltweit trachomfrei.

Den Fortschritt ermöglicht hatten laut WHO Partnerschaften der Gesundheitsbehörden mit Nichtregierungsorganisationen, akademischen Einrichtungen und Gebern, darunter auch der Pharmakonzern Pfizer.

Das Trachom war in der Vergangenheit die häufigste Ursache für Erblindung in tropischen Entwicklungsländern. Begünstigt wurde die Infektionskrankheit durch schwierige hygienische Verhältnisse.

Trachom zählt zur Gruppe der sogenannten vernachlässigten Tropenkrankheiten. Von diesen Krankheiten, die grundsätzlich vermeidbar und behandelbar sind, sind laut WHO noch immer eine Milliarde Menschen betroffen, vor allem in medizinisch unterversorgten Regionen.

kna

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung