Ausland

Umweltagentur mahnt Handeln wegen Klimawandels an

  • Dienstag, 1. September 2026
Leena Ylä-Mononen, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur /picture alliance, WIKTOR DABKOWSKI
Leena Ylä-Mononen, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur /picture alliance, WIKTOR DABKOWSKI
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Kopenhagen/Brüssel – Zu wenig Wasser im Rhein, Rekordhitze, große Waldbrände: Angesichts drastischer Folgen des Klimawandels wirbt die Chefin der Europäischen Umweltagentur (EEA) für entschiedenes Handeln.

„Dieser Sommer hat uns wirklich auf anschaulichste Weise vor Augen geführt, womit wir in Europa konfrontiert sind“, sagte Leena Ylä-Mononen, die Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, in Brüssel.

Als Beispiele in Europa nannte sie unter anderem die Ernteausfälle in der Landwirtschaft durch Hitze und Dürre, das Niedrigwasser in Rhein und Donau, Engpässe beim Kühlwasser und gesundheitliche Folgen durch die Hitze. Massive Auswirkungen seien auch anderswo sichtbar, etwa in Form der Sturzflut im Himalaya-Gebiet: „Der Klimawandel ist da, und er hat schwerwiegende Folgen.“

„Jede dieser Störungen in den Bereichen Energie, Verkehr und Nahrungsmittelproduktion war vorhersehbar, und ein Großteil der Schäden wäre mit den richtigen Investitionen tatsächlich vermeidbar gewesen“, sagte Ylä-Mononen über die Extremereignisse in Europa. Es sei dringend notwendig, einerseits die CO₂-Emissionen und Treibhausgasemissionen weiter zu senken und sich andererseits an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Da es bei vielen Maßnahmen einige Jahre dauern werde, sie umzusetzen, müsse man entsprechend weit denken – an die nächsten zehn, 20 oder gar 50 Jahre. Kurzfristig könnten etwa Klimaanlagen eine wichtige Hilfe sein für Menschen, die ihr Haus nicht verlassen können, in dem die Hitze aber unerträglich sei. Das gelte auch für Institutionen wie Seniorenheime, Schulen und Krankenhäuser. Gleichzeitig wisse man, dass sie mehr Energie verbrauchten.

Je nach Ort brauche es unterschiedliche Lösungen – bewährt habe sich aber etwa gegen die Hitze, dass Städte wie Madrid begrünt werden. In Kopenhagen beispielsweise seien grüne Flächen geschaffen worden, die Wasser aufnehmen könnten und so bei starkem Regen Überflutungen verhindern könnten („Schwammstadt“).

Die Europäische Umweltagentur stellt Informationen über die Umwelt in Europa bereit und analysiert die Daten. Sie unterstützt die EU und ihre Mitgliedstaaten bei deren Umwelt- und Klimapolitik.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung