Ausland

UN-Generalsekretär ruft zu KI-Fonds für Entwicklungsländer auf

  • Donnerstag, 19. Februar 2026
Staats- und Regierungschefs auf dem AI Impact Summit in Neu Delhi /picture alliance, SIPA, Stephane Lemouton
Staats- und Regierungschefs auf dem AI Impact Summit in Neu Delhi /picture alliance, SIPA, Stephane Lemouton

Neu-Delhi – UN-Generalsekretär António Guterres hat beim Gipfel zur Künstlichen Intelligenz (KI) in Neu-Delhi mehr Unterstützung für Entwicklungsländer bei der Zukunftstechnologie angemahnt. Ohne Investitionen würden „viele Länder vom KI-Zeitalter außen vor bleiben“, sagte der Portugiese in der indischen Hauptstadt. Er rief dazu auf, einen globalen KI-Fonds einzurichten.

„Unser Ziel ist drei Milliarden Dollar (etwa 2,54 Milliarden Euro)“, sagte Guterres. Das sei weniger als ein Prozent des Jahresumsatzes von Tech-Unternehmen. Er äußerte die Hoffnung, mit dem Geld könnten grundlegende Kapazitäten in wirtschaftlich schlechter gestellten Ländern geschaffen werden, darunter allgemeine Fähigkeiten, Daten oder bezahlbare Rechenleistung.

Guterres war neben dem indischen Premierminister Narendra Modi und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einer der Hauptredner am vierten Tag des AI Impact Summit – dem ersten KI-Gipfel im Globalen Süden. Dabei diskutieren Staats- und Regierungschefs, Spitzenvertreter der Technologiebranche sowie Experten aus aller Welt über die realen Auswirkungen von KI. Ähnliche Veranstaltungen gab es in den vergangenen Jahren in Großbritannien, Südkorea und Frankreich.

Guterres, Modi und Macron forderten in Neu-Delhi, der Einsatz für KI müsse für alle gewährleistet werden. Die UN-Generalversammlung habe bereits ein unabhängiges internationales Wissenschaftsgremium über KI eingerichtet und einen „globalen Dialog“ dazu ins Leben gerufen, sagte der UN-Generalsekretär.

Beim Dialog soll unter anderem über Leitplanken für einen verantwortungsvollen und ethisch vertretbaren Umgang mit KI-Systemen beraten werden. Die erste Sitzung des Dialogs soll im Juli in Genf stattfinden.

dpa

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