Unter vier Prozent nutzen elektronische Patientenakte aktiv

Berlin – Nur ein Bruchteil der gesetzlich Versicherten nutzt offenbar aktiv die digitale Patientenakte (ePA). Das ergibt eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland von heute bei mehreren großen Krankenkassen ergeben.
Sie decken zusammen demnach weit über die Hälfte des Marktes ab. Versicherte können in der ePA etwa eigene Gesundheitsdaten einsehen, ältere Dokumente hochladen oder die Zugriffsmöglichkeiten von Ärzten beschränken.
Bei den befragten Krankenkassen sei der Anteil der aktiven Nutzer im Verhältnis zur Zahl der angelegten E-Akten seit Juli 2025 lediglich um einen Prozentpunkt auf nunmehr 3,6 Prozent gestiegen, hieß es.
Seit Oktober 2025 gilt für Praxen und Kliniken die Verpflichtung zur Befüllung der E-Akte mit relevanten Dokumenten. Das sind unter anderem Labor- und Bildbefunde, Arzt- und Entlassbriefe oder OP-Berichte. Patienten können sich über eine App ihrer Kasse in die ePA einloggen und darüber festlegen, welche Ärzte welche Daten sehen können.
Anfang 2025 haben die Krankenkassen automatisch für alle Versicherten, die nicht widersprochen haben, eine ePA angelegt. Das trifft für etwa 70 der gut 75 Millionen Versicherten zu.
Bei der Techniker Krankenkasse (TK), der größten deutschen Kasse mit rund 11,5 Millionen angelegten ePA, nutzen aktuell rund 850.000 Versicherte aktiv die elektronische Akte, wie es im Medienbericht weiter heißt. Das sind 100.000 Nutzer mehr als im Juli 2025.
Die Barmer hat nach eigenen Angaben rund acht Millionen angelegte ePAs und derzeit etwa 440.000 aktive Anwender – ein Zuwachs von rund 190.000 Versicherten.
Bei den elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit rund 26 Millionen bestehenden E-Akten haben inzwischen rund 365.000 Versicherte die persönliche Gesundheits-ID angelegt, die ihnen Zugriff auf die ePA ermöglicht (165.000 Versicherte mehr als im Sommer 2025).
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