Ausland

US-Demokraten im Kongress: Republikaner müssen Corona bekämpfen

  • Freitag, 13. November 2020
Nancy Pelosi und Chuck Schumer /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, J. Scott Applewhite
Nancy Pelosi und Chuck Schumer /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, J. Scott Applewhite

Washington – Führende Demokraten im US-Kongress haben die Republikaner aufgerufen, die Wahlniederlage von Präsident Donald Trump anzuerkennen und sich auf den Kampf gegen die Coronapandemie zu konzentrieren.

„Es ist, als würde das Haus abbrennen und sie weigern sich, Wasser darauf zu schütten“, sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gestern im Kapitol in Washington. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte mit Blick auf Trumps Klagen gegen das Ergebnis: „Diese unbegründeten Klagen haben nicht die geringste Chance.“

Schumer sagte: „Anstatt daran zu arbeiten, das Land wieder zusammenzubringen, damit wir unseren gemeinsamen Feind COVID-19 bekämpfen können, verbreiten die Republika­ner im Kongress Verschwörungstheorien, leugnen die Realität und vergiften den Brunnen unserer Demokratie.“

Trump habe die Wahl verloren. Die Republikaner sollten ihre Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Problem der Pandemie richten und für Hilfe der betroffenen Amerikaner sorgen.

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, räumte ein, dass sich das Coronavirus aktuell mit einem inakzeptablen Tempo im Land ausbreite. Es sei wei­terhin wichtig, Masken zu tragen und andere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Zugleich bekräftigte er aber auch, dass angesichts der aktuellen Erholung der Wirtschaft die De­mo­kraten aus Sicht der Republikaner zu hohe Forderungen für Konjunkturhilfen stellten.

Die USA haben einen erneuten Höchststand an Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 verzeich­net. Gestern wurden 153.496 Fälle registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universi­tät (JHU) von heute hervorgeht. Das sind rund 10.000 mehr als noch am Vortag. Damit verzeich­neten die USA die höchste Fallzahl für Ansteckungen mit dem Virus binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwoh­nern seit Beginn der Pandemie rund 10,5 Millionen Coronainfektionen bestätigt. Etwa 242.400 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus – mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisa­tion (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen – auch die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden – zuletzt auch nachträglich korrigiert.

dpa

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